Logbuch NETZWERKSTATT

Für uns alle ist die Zeit der Corona-Pandemie eine Zeit der Reise – eine von der wir nicht wissen, wie lange sie dauert oder verläuft und wo wir an ihrem Ende ankommen. Für viele Menschen führen die Maßnahmen zur Einschränkung des Coronavirus zu einem Verfließen der Tage – ein ähnliches Gefühl wie wenn man lange zur See fährt.

Andere halten die Familienschiffe auf Kurs: sie betreuen ihre Kinder, lernen mit ihnen und arbeiten weiter. Reproduktionsarbeit und Care-Arbeit auf engem Raum heißt auch: kaum Zeit inne zu halten.

(Gleichzeitig überschlagen sich die Nachrichten, Entscheidungen werden in schneller Abfolge getroffen, deren Einordnung erst später erfolgen kann.)

Wir greifen dieses Bild eines Meeres aus Zeit auf – und schreiben als Team der Netzwerkstatt ein Logbuch. In Logbüchern werden auf See Beobachtungen der Schiffsreise eingetragen: Route, Position, Entfernung zum Meeresgrund und Wetter. Logbücher sind ein Mittel der Verortung. Wir nehmen als Mittel der Verortung unser tägliches Handwerkszeug: die Auseinandersetzung mit Zeitgeschichte und der Gesellschaft, in der wir leben.

Jede Woche steuert ein anderes Teammitglied der Netzwerkstatt einen Beitrag bei, zu Vergangenem und Aktuellem, zur regionalen oder globalen Entwicklungen.

Wir wünschen viel Freude bei der Lektüre,

das NWST-Team der Hillerschen Villa

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