Meine erste Seminarwoche

Trotz der unüblichen Bedingungen konnte meine erste Seminarwoche von der Sächsischen Jugendstiftung vom 26.10. zum 30.10. stattfinden, wenn auch etwas anders als geplant. Eigentlich sollten wir nach Liebethal in die Nähe von Pirna zu einer Jugendherberge fahren und die Woche dort verbringen, doch ein paar Tage vorher wurde die Entscheidung getroffen, dass wir auf Grund der kritischen Situation die Woche online miteinander verbringen müssen.

Montag ging es dann um 10 Uhr auch schon los. Am Anfang war es ein bisschen befremdlich die anderen FSJ-lerInnen nur über Video sehen zu können, aber man gewöhnte sich schnell daran, auch wenn es ab und zu Probleme mit dem Internet gab. Los ging es mit kleinen Kennlernspielen, die trotz allem gut funktioniert haben und auch Spaß machten. Danach tauschten wir unsere Wünsche und Vorstellungen für das Seminar und das Freiwillige Soziale Jahr aus und schließlich kamen wir zu den Einsatzstellenvorstellungen. Jeder hatte ungefähr 15 Minuten Zeit. Es war sehr interessant zu hören was die Anderen in ihren Einsatzstellen für Aufgaben haben. 16 Uhr war der erste Seminartag dann auch geschafft. Da wir viele kurze Pausen und eine lange Mittagspause hatten, war der Tag sehr angenehm und nicht so anstrengend, wie ich es mir vorgestellt hatte.

Der nächste Tag begann mit einem kurzen Austausch, wie es uns geht. Danach ging es mit der Einsatzstellenvorstellung weiter. Mittwoch führten wir am Vormittag eine „Stand-up for your rights-Methode“ durch. Dafür wurden uns verschiedene Aussagen zu unterschiedlichen Themen angesagt und wir durften durch stehen, sitzen oder liegen zeigen wie sehr wir etwas dafür oder dagegen unternehmen müssen. Themen waren zum Beispiel: Sexismus und Fremdenfeindlichkeit. Dann wurden wir in Kleingruppen geschickt, was online sehr gut geklappt hat, und konnten dort Aktionen zu Themen planen, die mehr Aufmerksamkeit bekommen sollen. Nach dem Mittag ging es dann weiter mit der Einsatzstellenvorstellung, wo auch ich meine Einsatzstelle, die Hillersche Villa, vorstellen durfte und den anderen FSJ-lerInnen unter anderem über meine Aufgaben und Erfahrungen, die ich hier gemacht habe, berichten konnte. Danach schalteten sich zwei Vertreterinnen von „spreu x weizen“ zu uns dazu. Sie haben uns über Fake News aufgeklärt und wie man diese am besten erkennen kann. Damit war dieser Tag auch schon vorbei.

Am Donnerstag ging es sofort interessant weiter. Es schaltete sich der Informatiker Herr Dr. Götz zu uns. Er erzählte uns etwas über „Deep Fake“. Das sind zum Beispiel Videos von berühmten Personen (v.a. Politiker:innen), die nicht echt sind, sondern mit Hilfe von Programmen hergestellt wurden. Dadurch können Aussagen gefälscht werden, was verheerende Probleme mit sich bringen kann. Schließlich haben wir noch unsere Gruppensprecher:innen gewählt, welche unsere FSJ-Gruppe landesweit vertreten werden.

Am Freitag haben wir unsere nächsten Seminartage und weitere Projekte geplant. Des Weiteren sind wir in eine Diskussion zur US-Wahl gekommen. Auch das Thema Corona und die neuen Bestimmungen zogen sich als Diskussions- und Austauschthema durch die Woche. Es tat gut sich mit Menschen in meinem Alter und in derselben Situation wie ich austauschen zu können.

Alles in allem war es eine sehr gelungene Woche. Sie hat mir nicht nur neue Kontakte und neues Wissen gegeben, sondern auch die Sicherheit, dass trotz Corona solche Veranstaltungen online möglich sind und auch möglich gemacht werden.

Anna H.

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