ZITTAU’33


Die Machteroberung der Nationalsozialisten jährt sich 2023 zum 90. Mal. Dies nehmen die Städtischen Museen Zittau und zahlreiche Partner aus Zittau und Umgebung zum Anlass, das Projekt „Zittau33. Machtergreifung in der südlichen Oberlausitz“ zu realisieren. Ausstellungen, Lesungen, Vorträge, Performances, Konzerte und viele weitere Veranstaltungen zu diesem Themenkomplex finden von Februar 2023 bis ins Jahr 2024 statt, organisiert von den Städtischen Museen Zittau, der Hillerschen Villa, dem Gerhart-Hauptmann-Theater, der Kreismusikschule Dreiländereck, der Ev. Luth. Kirchgemeinde St. Johannis Zittau, der Volkshochschule Dreiländereck und anderen Partnern. Das Projekt hat das Ziel, vor dem Hintergrund heutiger Bedrohung der Demokratie, des zunehmenden Antisemitismus, von Ausländerfeindlichkeit und von Glauben an Verschwörungserzählungen an die historischen Ereignisse vor 90 Jahren zu erinnern. Das Projekt versteht sich als Beitrag zur Aufklärung und Sensibilisierung für die Parallelen zwischen damals und heute.

Hier findet ihr Beiträge zur Geschichte des Nationalsozialismus im Allgemeinen und mit Bezug zu Zittau und Umgebung sowie Veranstaltungshinweise.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Städtischen Museen Zittau.


  • Lidice – Die Geschichte des Dorfes, das am 10. Juni 1942 aufhören sollte zu existieren…
    Lidice (20 km nordwestlich von Prag) befand sich jahrhundertelang ein gewöhnliches kleines Bauerndorf im flachen Tal des Flusses Lidice… Bis Juni 1942 lebten hier mehr als 500 Einwohner ihr normales Leben, das Dorf hatte eine Barockkirche, ein Postamt, drei Gasthäuser,  … Weiterlesen
  • Pan Müller zu Gast
    Bereits seit 2013 veranstalten wir einmal jährlich das Großhennersdorfer Kirchenkino – so auch in diesem Jahr. Diesmal beschäftigten wir uns mit regionaler Historie. Patrick Weißig gab einen kleinen Einblick in seine Arbeit innerhalb der Netzwerkstatt der Hillerschen Villa. So stellte  … Weiterlesen
  • Praktikum in der Netzwerkstatt
    Ich heiße Norman Saß, arbeite und wohne im Pater-Kolbe-Hof Schlegel und interessiere mich für gesellschaftliche Themen und geschichtliche Zusammenhänge. Ich lese sehr gern und bin vielseitig interessiert! Aber mein besonderes Interesse ist das Inklusionsthema! Mein dreimonatiges Praktikum bei der Hillerschen  … Weiterlesen
  • Zittau ’33: Eindrücke aus der musikalischen Lesung „Die Unsterblichkeit der Sterne“ und der szenischen Installation „Das Grenzlandtheater“
    Wenn ich mich mit der Zeit des Nationalsozialismus beschäftige, interessieren mich v.a. die Fragen: Was war das für eine Zeit? Was bewegte die Menschen? Und wie konnte das alles passieren? Ich merke immer wieder, wie ich mit dem rationalen Erfassen,  … Weiterlesen
  • Denke ich an Anne Frank…
    Anne-Frank-Tagebuch zum Leihen, Lesen & Besprechen Im Juni wird eine Ausstellung über Anne Frank zu Gast im Herrnhuter Kirchensaal sein. Diese stellt die Begeisterung des jüdischen Mädchens fürs Schreiben und Lesen in den Mittelpunkt. Im Rahmen des Begleitprogramms wird am  … Weiterlesen
  • 29. März 1933 in Görlitz
    Einer der schönsten Plätze in der Stadt Görlitz ist der Görlitzer Postplatz.  Er ist einer dieser ganz besonderen Orte in Görlitz, an dem man auf einen Blick fünf verschiedene Epochen der Architektur sehen kann.  Erstaunlicherweise hat sich dieser Blick in den letzten 100 Jahren kaum verändert.  In den letzten drei Jahren, in denen ich daran gearbeitet habe, die ehemaligen jüdischen Einwohner von Görlitz und ihre Familien wieder mit der Stadt zu verbinden, habe ich erfahren, dass dieser Platz für einige auch besonders schwierige Erinnerungen bereithält. 
  • 26. März 1933: Einrichtung des „Schutzhaftlagers“ Hainewalde im von Kyawschen Schloß
    Die Zittauer Nachrichten und Anzeiger berichten: „Hainewalde. Das ehemals von Kyawsche Schloß wurde am Sonntagvormittag [26.3.] von einer Wache des Sturmbannes III/102 besetzt und wird als Lager für die in Schutzhaft genommenen politischen Gefangenen Verwendung finden. Auf dem Schloß wurde  … Weiterlesen
  • Verbrannte und verbotene Bücher: Zittaus öffentliche Bibliotheken im Nationalsozialismus
    In der Nacht auf den 28. Februar 1933 wurde das Reichstagsgebäude in Berlin durch einen Brand weitgehend zerstört. Am nächsten Morgen erließ der Reichspräsident eine Verordnung, die die Bürgerrechte der Weimarer Verfassung suspendierte. Auf dieser Grundlage erlangte der Terror der Nazis eine neue Qualität: Verhaftungen, Bücherverbrennungen sowie Kontrolle der Bibliotheken waren drei Aspekte dieser Eskalation.
  • UNSICHTBARE SYNAGOGEN
    auf den Fotografien von Štěpán Bartoš Am Donnerstag, den 26. Januar, fand in der Kulturkneipe Jolesch in Zittau die Vernissage der Fotografien „Unsichtbare Synagoge“ statt. Die Ausstellung präsentiert fast 20 originale, mechanisch bearbeitete Fotografien des ostböhmischen Fotografen Štěpán Bartos, der Orte in der Tschechischen Republik vorstellt, an denen früher jüdische Synagogen standen.
  • UNSTERBLICHKEIT DER STERNE
    Die Veranstaltung erinnert an die Bücherverbrennung in Zittau am 8. März 1933 und all die vielen „verschwundenen“ Bücher in der Zeit des Nationalsozialismus: Sie erinnert daran, wie eine damalige wissenschaftliche Elite den deutschen Geist zu verbrennen versuchte und die Sterne unsterblich blieben.
  • 28.3. – „Nieder mit Hitler“ – eine Live-Comic-Lesung
    Wir laden recht herzlich zu einer ganz besonderen Veranstaltung ins Kronenkino Zittau ein. Dienstag, 28. März um 19.30Uhr (Eintritt kostenfrei). Zum Inhalt: Plötzlich fällt Karl alles wieder ein. Der Sommer 1943. Der Frust über die deutsche Niederlage beiStalingrad. Und die  … Weiterlesen
  • Dokumentation: Redebeitrag zum Protest gegen die Mahnwache am 2. Februar 2023.
    Wir dokumentieren einen längeren Auszug aus einem Redebeitrag, der bei dem Protest gegen die Mahnwache anlässlich des 80. Jahrestages der Kapitulation der Deutschen Wehrmacht bei Stalingrad gehalten wurde.
  • 30. Januar 1933: „Machtergreifung“ oder die Bedingungen der Möglichkeit der nationalsozialistischen Diktatur.
    Ende Januar 1933 geht alles plötzlich ganz schnell. Am 28. Januar erklärte Reichskanzler von Schleicher seinen Rücktritt. Um 11:00 Uhr morgens, am 30. Januar 1933 ernannte Paul von Hindenburg Adolf Hitler zu dessen Nachfolger. Aber musste es so kommen, wie es gekommen ist?

Aufruf zur Mitwirkung

Eine zeitgeschichtliche Ausstellung wie diese lebt vom Mitmachen! Mit Sicherheit finden sich in Privathaushalten noch wichtige Objekte und Dokumente, die für die geplante Ausstellung von großer Bedeutung sind. Die Städtischen Museen Zittau rufen daher alle Bürgerinnen und Bürger auf, sich an das Museum zu wenden, sollten sie Objekte oder wichtige Dokumente besitzen. Die Exponate sollten aus dem Zeitraum rund um das Jahr 1933 stammen. Das können private Notizen, Tagebücher, Postkarten, Briefe und sonstige Dokumente oder Erinnerungsstücke sein.

Bitte melden Sie sich unter museum@zittau.de oder 03583/554790.

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