Hass im Netz: Beratungsangebote

Die Netzwerkstatt beschäftigt sich immer wieder mit den Themen Hassrede, Hass im Netz, oder Diskriminierung und die Onlineformen dieser. Aktuell schlägt sich das in dem Workshopangebot (Titel: Hate Speech: ausschalten oder aushalten?) Anfang Mai nieder. Hierbei ist die Netzwerkstatt überhaupt nicht allein, die Angebote, Weiterbildungen, Themenabende oder Fortbildungen gibt es überall. Als sehr wichtige Perspektiven zählen hier die Aufklärung und die Sensibilisierung zu diesen Themen. Jedoch sind gleichzeitig täglich viele Menschen ganz aktiv von Ausgrenzung, Hassrede oder Shitstorms betroffen.

In der Themenarbeit sind uns ein paar (neuere) Angebote aufgefallen, die wir hier gerne kurz vorstellen und teilen möchten.

Zuerst fangen wir an mit einer neuen Plattform für digitale Gewalt: HateAid hilft Menschen, die online Hass und Hetze erleben mit einem kostenfreien Beratungsangebot und Prozesskostenfinanzierung. Alle Infos und zum Beratungsangebot geht es hier: https://hateaid.org/

Die zweite spannende Neuerung ist ein erster digitaler Antidiskriminierungsbot. Ein Bot ist Programm, das automatisch auf bestimmte Eingaben reagieren kann, in diesem Falle fragt dieser speziell nach Diskriminierungserfahrungen. Das kann ein erster Schritt sein, falls eine Person noch unsicher ist, ob und wie sie Beratungs- oder Hilfsangebote annehmen möchte bzw. kann. Bisher gibt es das Angebot in Deutsch und „nur“ in Form einer Webseite, Weiterentwicklungen sind wohl im Gange: https://meta-bot.de/

Ganz lokal stehen weiterhin Beratungsangebote für Betroffene auch in Görlitz und dem Landkreis Görlitz zur Verfügung. Die RAA sammelt zum einen Vorfälle und berät anonym, kostenfrei, unabhängig und vetraulich. Hier geht’s zu den Infos und den Kontaktdaten: https://www.raa-sachsen.de/support/beratung

Auch die sächsische Polizei hat ein Angebot zur direkten Anzeigenerstattung bei Online-Hasskommentaren sowie eine Angebotsübersicht zu Hass im Netz auf ihrer Internetpräsenz: https://www.polizei.sachsen.de/de/77471.htm

Und als abschließenden Hinweis soll hier auch auf die aktuelle Studie zu Diskriminierungserfahrungen in Sachsen hingewiesen werden. Seit Anfang März 2021 wird eine Online-Umfrage erhoben, die Anfeindungs- und Ausgrenzungserfahrungen erfassen möchte. www.diskriminierung-sachsen.de

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